DC Initiative Safer Internet for Children

Chairman: Thorsten Nowak

Thorsten Nowak ist Geschäftsführer des Projekts „WhiteIT“ des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport.

Die globale DC Initiative Safer Internet for Children will Kinder davor schützen, im Internet auf „ungute“ Kontakte hereinzufallen und sie dadurch vor Kindesmissbrauch bewahren. Hierzu spannt die Initiative den Bogen von der Prävention über die Strafverfolgung bis zum Opferschutz in seiner Gesamtheit. Diese ganzheitliche Strategie zum Schutz der Kinder bündelt die rechtlichen, technischen und politischen Lösungsmöglichkeiten weltweit. Sie führt hierzu die unterschiedlichen Kompetenzen von Politik, Verwaltung, IT-Wirtschaft, Interessenverbänden und Wissenschaft zusammen. Über das weltumspannende Netz der Diplomatie trägt die DC Initiative Safer Internet for Children die Schutzmaßnahmen in möglichst viele Länder, um Kinder überall auf der Welt vor Missbrauch zu bewahren. Wenngleich der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Verbreitung im Internet liegt, greift die Initiative auch beherzt zum Wohle der Kinder in der Offline-Welt ein, wenn dies aus Gründen der Humanität geboten erscheint.

DC High Education Value

DC High Education Value

Das Diplomatic Council arbeitet im Rahmen von Safer Internet for Children eng mit der Initiative WhiteIT und den dazugehörigen Bündnispartnern zusammen. Die Initiative wird u.a. unterstützt von: Auerbach-Stiftung, Bitkom, Bund deutscher Kriminalbeamter, Bundesverband Digitale Wirtschaft, ComputaCenter, Deutsche Kinderhilfe, Deutscher Kinderschutzbund, Deutsche Messe, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft, Fujitsu, Hasso Plattner Institut, IBM, Initiative D21, Intel, Leipnitz Universität Hannover, Microsoft, Oracle, Rossmann, Siemens, Software AG, Symantec, Weißer Ring und das Land Niedersachsen. Alle Partner bringen sich aktiv mit ihren Stärken ein, um gezielt gegen Kindesmissbrauch und dessen Darstellung – auch in der digitalen Welt, in der heutzutage Kinder besonders gefährdet sind – vorzugehen.

Anforderung von Aufklärungsmaterial für Schulen

Auf der CeBIT feierten die handlichen Bücher mit Kurzgeschichten „Anna says no“ und „Eric says no“ Premiere. Die Büchlein sollen das Selbstbewußtsein der Kinder stärken und werden vom Diplomatic Council international zur Verfügung gestellt.

Schulen aus aller Welt können die für Kinder geeigneten Aufklärungsbüchlein kostenfrei in Tausenderstückzahlen anfordern, um sie an Schülerinnen und Schüler zu verteilen. In gängigen Sprachen liegen die Büchlein, die das Qualitätszertifikat „High Education Value“ („pädagogisch wertvoll“) tragen, zur Auslieferung bereit. Andere Sprachen werden auf Anforderung einer Schule erst gedruckt und dann ausgeliefert. Sowohl der Druck als auch der Bezug der Aufklärungsbüchlein über die Initiative Safer Internet for Children sind für Schulen kostenfrei. Es gibt die Büchlein für Kinder in zwei Altersstufen, einmal für Kinder von drei bis sechs Jahren, und einmal für Kinder im Grundschulalter (bitte bei der Bestellung angeben).

Photo-DNA-Verfahren von Microsoft

Ein aktuelles Projekt des Bündnisses beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Ansätze, um technische Lösungen zu finden, kinderpornographische Dateien künftig effektiv aufzuspüren, zu identifizieren und einer weiteren Betrachtung zu unterziehen. Vor diesem Hintergrund, machte sich im Frühjahr 2014 eine Delegation bestehend aus verschiedenen Vertretern des Bündnisses auf den Weg zum Bündnispartner Microsoft nach Redmond. Zu den Teilnehmern dieser Delegationsreise gehörten Vertreter von Computacenter AG, Fujitsu Technology Solutions GmbH, Microsoft Deutschland GmbH sowie Thorsten Nowak, Chairman der DC-Initiative Safer Internet for Children.

Vor Ort wurden Möglichkeiten ermittelt, wie die technischen Strategien und Projekte des Bündnisses weitergebracht und konkretisiert werden können. Ziel der Delegationsreise war es dabei vor allem, sich mit neuen Technologien vertraut zu machen, um diese – sofern sie weiterbringend sind – in die Bündnisarbeit integrieren zu können.

Seitens der Microsoft-Zentrale wurde ein umfangreiches Programm zum Thema „Security und CyberCrime“ angeboten. Beispielsweise wurden Themen wie „Cloud Security“ oder „Fix the basics – Grundlagen der IT-Sicherheit“ angesprochen und den Teilnehmern ausführlich erklärt. Besonderes interessant unter diesen zahlreichen Beiträgen, war für das Bündnis, das durch Microsoft erarbeitete Bild- und Videoerkennungssystem „PhotoDNA“.

„PhotoDNA“ ist eine Foto-Identifikationstechnologie, die helfen soll, kinderpornographische Inhalte aus Bild-Datenbanken herauszufiltern. Dadurch ist es möglich, sowohl Opfer als auch Täter schneller zu identifizieren und zu finden. Die Software wurde bereits 2009 entwickelt und wird derzeit in US-Behörden für die Bekämpfung von Kinderpornografie eingesetzt.

Zentrale Frage der Entwickler von PhotoDNA war: „Wie können, untern den Billionen im Internet existierenden digitalen Bildern, Kopien eines einziges Fotos verglichen werden?“. Die Vorgehensweise des Tools scheint recht einfach: In einem ersten Schritt wird das Bild formatiert und in ein Raster aus sechzehn Einzelbildern eingeteilt. Im Weiteren wird ein individueller, digitaler Fingerabdruck erzeugt, welcher sich aus Informationen über den Farbverlauf aus jedem der sechzehn Einzelbilder des Rasters zusammensetzt. Diese angesprochene „Bild DNA“ bleibt auch nach Manipulation oder Bearbeitung eines Bildes unverändert, wodurch Bilder mit einer ähnlichen DNA aufgespürt und miteinander verglichen werden können. Microsoft ermöglicht auf diese Weise sogar, dass durch die geringe Datenmenge, die PhotoDNA benötigt, auch große Datenbanken gezielt durchforstet und so schnell Treffer erzielt werden können. Photo DNA macht somit die „Suche nach der Nadel im Heuhaufen“ möglich.

Aufgrund der Aktualität der Thematik und Bestrebungen, technische Lösungen zu finden, die vor der medialen Darstellung und Verbreitung von Kindesmissbrauch schützen sollen, passt genannte Software in das Profil des Bündnisses. Auf Anfrage und aus weiterführenden Gesprächen ist hervorgegangen, dass Microsoft, in der Rolle als Bündnispartner, die Weiterentwicklung des Tools „PhotoDNA“ zur Verfügung stellt. Ein Fortschritt, über den sich das Bündnis sehr freut. Die DC-Initiative Safer Internet for Children übernimmt die Aufgabe, diese Technologie über sein weltweites Netz der Botschaften und Generalkonsulate zu verbreiten.

DC leistet Beitrag zur Hilfe für Flüchtlingskinder

Von den ausufernden Flüchtlingsströmen nach Europa ist eine Gruppe besonders stark betroffen, die am allerwenigsten für diese Misere kann: Kinder. Aus diesem Grund hat die Diplomatic Council Initiative „Safer Internet for Children“ gemeinsam mit zahlreichen anderen Partnern des Bündnisses White IT eine Aktion gestartet, die gezielt dem im Angesicht des Flüchtlingschaos um sich greifenden Missbrauchs der Kinder in den Notunterkünften entgegen wirken will.

DC Qualitätssiegel „High Education Value“

Hierzu hat die Initiative gemeinsam mit Medienpädagogen, der Polizei, Psychotherapeuten und dem Roten Kreuz 16seitige comic-artige Büchlein zum Vorlesen und Selberlesen für die Kinder in syrischem Arabisch entwickelt. Diese erklären den Kindern spielerisch ihre Rechte am eigenen Körper, helfen ihnen „Nein!“ zu sagen bei sexuellen Übergriffen und stärken somit ihre Selbstbehauptung. Die Büchlein tragen das DC Qualitätssiegel „High Education Value – Recommended for Children and Parents by The Diplomatic Council“, was man vermutlich am besten übersetzen würde mit „pädagogisch wertvoll“. Über das Deutsche Rote Kreuz werden die Büchlein an alle syrischen Flüchtlingskinder in den Auffanglagern verteilt.

Schirmherrin Doris Schröder-Köpf

Schirmherrin der Initiative ist die Migrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Doris Schröder-Köpf. Niedersachsen Innenminister Boris Pistorius, der dem Diplomatic Council als Bündnispartner von White IT schon seit langen Jahren eng verbunden ist, hilft über sein Kontaktnetz ebenfalls bei der Verteilung der Büchlein, die (hoffentlich!) möglichst viele Flüchtlingskinder vor einem schlimmen persönlichen Schicksal zu bewahren hilft, das ihre ohnehin schon dramatische Situation zur Katastrophe macht. „Hier geht es losgelöst von den schweren politischen Entscheidungen, die derzeit zu treffen sind, um konkrete humanitäre Hilfe für Kinder, die weder etwas für die Entscheidungen ihrer Eltern noch für die der Politik können“, sagt die Generalsekretärin des Diplomatic Council, Hang Nguyen, die es vor über 30 Jahren selbst als Flüchtlingskind aus dem Vietnamkrieg nach Deutschland verschlagen hat.

Bundespressekonferenz lädt Diplomatic Council ein

Die Bundespressekonferenz (BPK) in Berlin hat die Generalsekretärin des Diplomatic Council (DC), Hang Nguyen, um eine Stellungnahme zum Thema „Flüchtlinge“ gebeten. Sie soll vor der wichtigsten Presserunde Deutschlands sowohl als Betroffene (sie ist selbst ein Flüchtling des Vietnamkrieges) als auch in ihrer Position als „oberste Instanz“ des DC Stellung beziehen. Ihr Appell an die Menschlichkeit hatte weltweite Beachtung gefunden. Das Diplomatic Council setzt sich schon lange für einen menschlichen und fairen Umgang mit Flüchtlingen ein. Das DC ist u.a. an einer Initiative beteiligt, die losgelöst von politischen Überlegungen Unternehmen auf der Suche nach Fachpersonal und Geflüchtete mit ausreichend hoher Fachqualifikation zusammenbringt, um damit beiden Seiten zu helfen.

Deutsche Kinderhilfe, Rotes Kreuz, Land Niedersachsen

Weitere Teilnehmer der Pressekonferenz sind u.a. Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen, Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender Deutsche Kinderhilfe, und Dr. Ralf Selbach, Landesgeschäftsführer Deutsches Rotes Kreuz sowie Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, mit dem Hang Nguyen schon zahlreiche Auftritte u.a. in Hannover und Berlin absolviert hat.

Die Moderation der Pressekonferenz übernimmt der Chefredakteur des Behördenspiegel, R. Uwe Proll, der auflagenstärksten und mit Abstand wichtigsten Wochenzeitung für die Öffentliche Hand.

Buchvorstellung „Ankommen – So geht Deutschland“

Auf der Bundespressekonferenz wird das Buch „Ankommen – So geht Deutschland“ vorgestellt, das vom Diplomatic Council mit dem Qualitätssiegel „DC High Education Value“ („pädagogisch wertvoll“) ausgezeichnet wurde. Das Buch in deutscher und arabischer Sprache wurde vom Bündnis White IT erarbeitet, in dem das DC schon seit Jahren engagiert ist.

Qualitätssiegel „DC High Education Value“

Das neue Buch oder besser Büchlein wendet sich an Flüchtlingskinder. Ziel ist die Sensibilisierung der Kinder im Hinblick auf Vertrauen und grenzüberschreitende Situationen. Hierbei werden insbesondere die Kinderrechte in den Vordergrund gestellt. Das Buch ist von Willkommenskultur geprägt und richtet sich an arabischsprachige Kinder im Grundschulalter sowie deutschsprachige Kinder, die erfahren möchten, wie sich das Ankommen in Deutschland gestaltet. Doris Schröder-Köpf hat das Vorwort verfasst. Das Diplomatic Council engagiert sich schon lange im Kampf gegen Kinderarmut.

Verteilung über Aufnahmestellen und DRK

„Ankommen – So geht Deutschland“ ist ein Buch von WhiteIT mit Unterstützung des Landes Niedersachsen, der Polizei Niedersachsen, dem Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Niedersachsen, dem Behördenspiegel, der Deutschen Kinderhilfe und des Diplomatic Council. Die Verteilung erfolgt über die Landesaufnahmebehörden und über das Deutsche Rote Kreuz.

Bundespressekonferenz tritt zusammen

Am 15. September 1949, dem Tag der ersten Bundeskanzlerwahl, rief eine Gruppe von Zeitungskorrespondenten per Aushang im Bonner Bundeshaus „alle beim Bundestag akkreditierten Journalisten zur Gründung einer Bundespressekonferenz“ auf. Vier Tage später fand die Gründungsversammlung statt, offiziell konstituierte sich die BPK allerdings erst am 11. Oktober 1949 mit der Wahl eines geschäftsführenden Ausschusses. Auf der ersten Bundespressekonferenz in eigener Verantwortung standen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard den Mitgliedsjournalisten Rede und Antwort. Das Diplomatic Council erachtet es als Ehre und Ansporn zugleich, sich erstmalig vor dieser historischen und kritischen Journalistenrunde erklären zu dürfen.

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