Neuer DC Business Ambassador Sascha Zilger

Das Diplomatic Council hat den internationalen Vorbild-Unternehmer Sascha Zilger als neuen DC Business Ambassador aufgenommen. Die feierliche Inauguration des neuen Wirtschaftsbotschafters fand im festlichen Rahmen im Senatssaal des Wiener Rathauses statt.

Der Wirtschaftsbotschafter ist der höchste zivile Rang im Diplomatic Council. Der Titel wird ausschließlich an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die sich durch eine hohe Akzeptanz, eine hohe Kompetenz und ein mit den Grundpfeilern des Diplomatic Council übereinstimmendes Wertesystem auszeichnen. Es sind Männer und Frauen, die neben wirtschaftlichem Erfolg auch eine Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen und ihr Handeln entlang dieser Verantwortung ausrichten.

So ist es nur konsequent, dass Sascha Zilgers Firma TwentyFourSeven als weltweit erstes Unternehmen seine offizielle Unterstützung für die Allianz gegen Missbrauch im Spitzensport, die das Diplomatic Council und das Kinderschutzbündnis White IT im Rahmen des Wiener Empfangs begründen, zugesagt hatte. Der Wirtschaftsbotschafter gehört damit – als einziger Unternehmer – zu den Mitbegründern der neuen Sportallianz.

Laudatio für DC Business Ambassador Sascha Zilger

Laudatio für DC Business Ambassador Sascha Zilger

Thi Thai Hang Nguyen, Diplomatic Council Secretary General 

Alle Menschen sind einzigartig. Viele Mitglieder im Diplomatic Council sind außergewöhnlich. Und einige sind herausragend wie Leuchttürme, die nicht nur selbst hell leuchten, sondern auch anderen Orientierung geben. Ein solcher Leuchtturm ist unser neuer DC Business Ambassador Sascha Zilger.

Sascha Zilger ist ein Ausnahme-Unternehmer. Er fliegt nach China, verhandelt fünf Tage und kommt mit einem 10-Jahres-Vertrag über einen Grundumsatz von 60 Millionen Euro pro Jahr zurück.

In der klassischen Industrie reist man dafür mit einem Regierungschef und einer Delegation aus 50 Beratern nach China, um vielleicht nach drei Jahren einem Auftrag an Land zu ziehen.

Aber damit ist die Story noch längst nicht zu Ende – ganz im Gegenteil!

Während er noch in China in der Lounge sitzt, nimmt über die sozialen Medien eine Unternehmerin in Los Angeles Kontakt mit ihm auf. Vier Tage später jettet er an die Westküste der USA und schließt dort binnen drei weiterer Tage erneut einen Millionenvertrag ab.

Ganz nebenbei verändert er das Leben eines Taxifahrers in Los Angeles. Julio fährt ihn besonders zügig zum Airport und Sascha veröffentlicht in den sozialen Medien ein Bild mit ihm und seiner Telefonnummer. Seitdem kann sich Julio vor telefonischen Aufträgen kaum noch retten.

Diese Begebenheit steht beispielhaft dafür, wie unser jüngster Wirtschaftsbotschafter über das Big Business hinaus immer auch an das Menschliche denkt, im kleinen, aber auch im großen. So ist Sascha Zilgers Firma TwentyFourSeven auch das weltweit erste Unternehmen, das die Initiative gegen Missbrauch im Spitzensport unterstützt, die hier und heute gegründet wird. Das Spektrum reicht von Kosmetik bis zur kugelsicheren Funktionswäsche. Egal, ob es um kosmetische Produkte, Schutzkleidung oder humanitäres Handeln geht: Sascha Zilger ist zielstrebig, schnell und direkt. Dabei ist die ihm eigene Fröhlichkeit eine große Hilfe.

Unser neuer Business Ambassador liebt das Leben. Ihm sitzt der Schalk im Nacken. Und er macht daraus kein Hehl. Sein Lebensmotto (ich zitiere):

„Life is a girlfriend – give her a kiss, hug her tight and dance with her!“

(Zitat Ende).

Das strotzt vielleicht nicht von „political correctness“, aber es ist herzerfrischend.

Sascha Zilger ist so international und weltoffen, wie man es von einem Wirtschaftsbotschafter des Diplomatic Council erwartet. Seine wirtschaftliche Weltanschauung bringt er selbst in einem seiner ernsthafteren Lieblingszitate auf den Punkt (ich zitiere):

„Merkantilismus ist die Wirtschaftspolitik der Kurzsichtigen. Die Weitsichtigen setzen auf den freien und fairen Welthandel.“

(Zitat Ende).

In diesem Sinne darf ich unseren neuen DC Business Ambassador Sascha Zilger auf die Bühne bitten, um seinen Eid auf die lebenslange Mitgliedschaft im Diplomatic Council zu leisten, und um seine Antrittsrede zum Thema „Freihandel als Grundlage für Wohlstand und Frieden“ bitten.

Sascha, the floor is yours.

Vereidigung DC Business Ambassador Sascha Zilger

„Hiermit trete ich dem Diplomatic Council lebenslang als DC Business Ambassador bei.

Ich erkenne die Charta der Vereinten Nationen als Grundlage meiner öffentlichen Rede und meines Handelns an.

Ich schwöre, mich nach bestem Wissen und Gewissen an die Werte der Humanität und der Vernunft zu halten.

Es ist mir eine Ehre, das gute Wirken des Diplomatic Council entlang seinen klaren ethischen Werten zu unterstützen, soweit es in meiner Macht steht, und so wahr mir Gott helfe.“

Antrittsrede DC Business Ambassador Sascha Zilger

Plädoyer für freien und fairen Handel

DC Business Ambassador Sascha Zilger

Your Excellencies,
Ladies and Gentlemen,
Meine Damen und Herren,
Liebe Mitglieder des Diplomatic Council,
Liebe Freunde,

Freiheit und Fairness gehören zu den höchsten Werten, die wir Menschen besitzen. Dennoch wird beides so häufig überall auf der Welt mit Füßen getreten. Dagegen wehre ich mich, dagegen wehren wir uns im Diplomatic Council.

Eine Einschränkung der Freiheit besteht nicht nur, wenn man einen Zaun um ein Land baut und damit die Reisefreiheit der Bevölkerung einschränkt. Einen Verlust der Freiheit erleben wir auch, wenn man den freien Fluß von Waren und Dienstleistungen aus einem Land heraus und in ein Land hinein beschränkt.

Wir hören derzeit aus vielen Regionen der Welt die Ansicht, es sei besser, im eigenen Land zu produzieren statt zu importieren. In der Regel wird gleichzeitig ein starker Export befürwortet, weil die eigenen Produkte besonders gut seien. Das halte ich für falsch.

Ich plädiere für einen freien und fairen Handel. Frei heißt, dass man Waren und Dienstleistungen möglichst einfach, unbürokratisch und ohne Handelshemmnisse über nationale Grenzen hinweg liefern bzw. erbringen kann. Möglichst ohne Zölle, aber auch ohne Subventionen.

Die überholte auf den Nationalstaat ausgerichtete Wirtschaftspolitik des Merkantilismus dominierte vom 16. bis hinein ins 18 Jahrhundert. Heute wissen wir es eigentlich besser!

Dennoch erlebt der Merkantilismus derzeit leider eine Renaissance, die naiv, erstaunlich und gefährlich ist. Bereits im 18. Jahrhundert hatte Adam Smith in seinem Werk „Der Wohlstand der Nationen“ im Detail gezeigt, dass die wirtschaftliche Abschottung den Ländern Schaden zufügt, und zwar zu Lasten der Bevölkerung. Der Ökonom David Ricardo hatte schon vor über 200 Jahren bewiesen, dass ein freier Außenhandel für alle Volkswirtschaften vorteilhaft ist.

Die Erkenntnis ist im Grunde ganz einfach: Für ein Land ist es am profitabelsten, wenn es selbst nur produziert, was mit höherer Produktivität als in anderen Ländern hergestellt werden kann. Alle anderen Produkte sollten importiert werden. So können alle Länder vom Welthandel profitieren. Freier Handel ist nämlich kein Nullsummenspiel, sondern eine Win-Win-Situation.

Warum also erleben wir derzeit die Wiedergeburt des Merkantilismus? Nicht etwa, weil dies im Sinne der Volkswirtschaften oder gar der Bevölkerung ist! Nein, es ist der weltweit grassierende politische Populismus, der erstarkende Nationalismus, den wir derzeit an vielen Stellen auf der Welt erleben müssen. Wer in seinem politischen Weltbild zum Nationalismus zurückkehrt, zu dem passt auch eine 200 Jahre alte und längst überholte Vorstellung davon, wie Wirtschaft funktioniert. Diesen Populisten dient der Merkantilismus in erster Linie dazu, der Bevölkerung Sand in die Augen streuen, um ihre eigene politische Macht zu zementieren.

Um es klar zu sagen: Merkantilismus ist die Wirtschaftspolitik der Gestrigen, der Kurzsichtigen. Die Weitsichtigen setzen auf den freien Welthandel.

Meine Damen und Herren, unterschiedliche Nationen sind Ausdruck kultureller Vielfalt auf unserem Planeten, aber sie sind keine ökonomischen Begriffe.

Allerdings gibt es noch viele Kurzsichtige. Dazu muss man gar nicht auf die protektionistischen Anstrengungen etwa in den USA schauen. Bleiben wir in der Europäischen Union. Aufgrund staatlicher Reglementierungen produziert die EU rund 50% mehr Nahrungsmittel als sie selbst verbraucht. Die Überschüsse gelangen dank Subventionen auf den Weltmarkt, zum Schaden armer Ländern, die weit mehr wesentlich billiger produzieren und exportieren könnten.

Das ist nicht nur nicht „frei“, sondern auch nicht „fair“.

Ich sprach nämlich nicht nur von einem freien Handel, sondern auch von einem fairen Handel. Und das ist mir genauso wichtig.

Fair bedeutet, dass es natürlich Regeln und Regularien geben muss, um den freien Welthandel zu organisieren. Wir müssen dafür sorgen, dass es stets zu einer Win-Win-Situation kommt. Dabei müssen die Gewinner sowohl im Herkunftsland als auch im Ankunftsland der Waren bzw. Dienstleistungen zu finden sein. Es bedarf also keiner nationalen Regulierung, sondern einer internationalen. Nichts anderes sind Freihandelsabkommen. Deswegen sind Freihandelsabkommen so wichtig. Im Idealfall hätten wir ein einziges globales Abkommen über den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen, das in allen 193 UNO-Ländern gilt!

Meine Damen und Herren, genau hierfür werde ich mich im Diplomatic Council einsetzen, für einen freien und fairen Welthandel. Es gibt keine globalere und damit wie ich meine keine bessere Organisation als die Vereinten Nationen, um sich dieser Mammutaufgabe zu widmen.

Wir werden im Diplomatic Council im Rahmen unserer Beratungstätigkeit für die Vereinten Nationen auf ein globales Freihandelsabkommen der Staatengemeinschaft hinwirken. Dazu arbeiten wir eng mit der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung zusammen, die allerdings nicht hier in Wien, sondern in Genf ihren Sitz hat.

Meine Damen und Herren, unser Vorhaben wird nicht von heute auf morgen gelingen, aber auch keine Ewigkeit in Anspruch nehmen. Die zahlreichen Unternehmer hier im Saal wissen das: Unternehmertum überwindet alle Grenzen, die nationalen und die des Wettbewerbs. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Als ich vor vier Jahren mit dem Konzept einer neuartigen Kosmetikserie an den Markt herantrat, erntete ich nur Ablehnung. Die Kosmetikkonzerne waren sich einig: Kosmetik soll sich gut anfühlen, aber nicht wirklich wirken – schließlich sollen die Kunden ständig nachkaufen. Unser Konzept war genau anders: Wir hatten den Ehrgeiz, eine Kosmetik von Grund auf neu zu entwickeln, die außerordentlich wirksam ist. Um es abzukürzen: Nachdem uns die großen Konzerne abgelehnt hatten, haben wir eine eigene Marke – sie heißt ONE – also EINS – kreiert und Produktion, Marketing und Vertrieb weltweit organisiert. Der Erfolg gibt uns recht. Ich bin derzeit viel unterwegs, morgen schon wieder von Wien aus in die USA. Wohin ich auch immer komme, unser Produkt begeistert und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Es wird uns buchstäblich aus der Hand gerissen. Das funktioniert natürlich nur im Klima eines weltweit offenen und fairen Handels. So ganz nebenbei leiste ich damit einen Beitrag zur Völkerverständigung – wie viele von Ihnen auch hier im Saal.

Was viel zu wenig beachtet wird, ist die Tatsache, dass ein grenzüberschreitender Austausch von Waren und Dienstleistungen – übrigens immer schon – die internationale Völkerverständigung und den Frieden befördert.

Auch heute noch werden immer wieder Wirtschaftsboykotte gegenüber Staaten vereinbart, die sich nicht regelkonform verhalten, obwohl die Wirkung immer kontraproduktiv ist. Wir haben das von Kuba bis Russland feststellen können. Auch die heutigen Wirtschaftssanktionen gegen einzelne Staaten werden diese Länder nicht in die Knie zwingen, sondern sie innenpolitisch bestärken und damit leider auch ihre häufig unmenschlichen Führer stärken. Oder glaubt denn irgendjemand hier im Saal ernsthaft, dass diesem unsäglichen Kriegsgerassel in Nordkorea mit Wirtschaftssanktionen beizukommen ist?

IIch bin auf meinen weltweiten Reisen häufig in Seoul. Ich erlebe regelmäßig die Angst der Menschen in Südkorea. Es gibt keinen Zweifel: Das größte Risiko auf der Welt stellt derzeit der tumbe Diktator aus Nordkorea dar. Ich stimme mit UN Generalsekretär Guterres überein, dass besonnene Diplomatie richtig ist, nicht militärische Eskalation, um den Dritten Weltkrieg zu verhindern. Wir dürfen uns nicht von einem Verrückten in die Spirale des Krieges führen lassen. Wir brauchen eine wehrhafte Diplomatie. Das ist nicht leicht in einer solchen Situation. Und genau deshalb bin ich dem Diplomatic Council beigetreten, weil es für Diplomatie auch in schwierigen Zeiten steht. Deshalb habe ich meinen Eid auf Humanität und Vernunft und auf die Charta der Vereinten Nationen geleistet.

Es ist mir eine Ehre!